Radweg Bismarckstraße: Schläfrig-gestrige Wirtschaft

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Eigentlich möchte man vor allem am Wochenende ruhig in den Tag starten. Doch es gibt Dinge am frühen Morgen, die einem den Puls kurzzeitig hochsteigen lassen. Wenn zum Beispiel die IHK, der Handelsverband und die Werbegemeinschaft gegen den Fahrradweg auf der Bismarckstraße von A5 bis zum Hauptbahnhof mobil machen. Ja genau, der Fahrradweg, über den bereits seit 20 Jahren debattiert wird und mit dessen Einrichtung spätestens nach Inauftraggabe einer Simulation gerechnet werden konnte. Ja genau, der Fahrradweg, den sich Pendler und Studentinnen und Studenten sehnlich wünschen, weil er wie eine Autobahn sich durch den Campus zieht. Dass die Herrschaften von Handel- und Gewerbe selbst die letztlich aus Sicht der Befürworter erfolgreiche Simulation ignorieren grenzt an Realitätsverweigerung im Endstadium. Man möchte ihren Kopf kurzzeitig auf den Sattel knallen, damit sie endlich verstehen, dass eine fahrradfreundliche Innenstadt gut für’s Geschäft und für die Stadt ist. Die Universität hat die Wirkung des roten Streifens verstanden, die Wirtschaft verharrt noch im denken der 60er. Fehlt eigentlich nur noch die Wiederauflage der Schnellstraße durch Schloss und Ehrenhof!

Auf diesen Zug setzt sich auch bereitwillig nun der Mannheimer Morgen: Im Kommentar fordert Herr Ragge eine Denkpause nach dieser aus seiner Sicht heftigen Kritik. 20 Jahre hat man bei der Bismarckstraße gedacht, es ist nun nach nochmaligem Aufschub wegen der Simulation Zeit zu Spaten und Schaufel zu greifen. Gerade weil nun mit den anstehenden Arbeiten an der Ludwigshafener Hochstraße die Zeit drängt . Dass weiß Herr Ragge natürlich genau wie IHK und Co. und spielt auf Zeit und eine sich wieder öffnende tiefe Schublade. Die sogenannten Wirtschaftsvertreter in der Stadt, sie leisten der Attraktivität der Innen- und auch der Gesamtstadt durch ihr Verhalten einen Bärendienst!

Artikel und Kommentar gibt es online zum Nachlesen: http://www.morgenweb.de/ALFA.mmm0000005814788

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