Pressemitteilung: Grüne lehnen Parkplatz auf T4/T5 strikt ab

Vertreter der Grünen im Gemeinde- und Bezirksbeirat haben sich über den neuerlichen Vorstoß der CDU , die freistehende Fläche in T4/T5 (ehemalige Sickingerschule) für Bewohner- und Kunden als Parkplatz zur Verfügung zu stellen, gewundert. In der bürgerschaftlichen Arbeitsgruppe T4/T5 und im Bezirksbeirat wurde dies bereits mehrheitlich abgelehnt. Auch Bürgermeister Specht zog seinen Vorschlag nach einer Befragung, mangels Nachfrage der Anwohnerschaft wieder zurück.

„Mannheim hat kein Parkproblem für Kunden des Einzelhandels. Dies zeigen die Auslastungen der Parkhäuser in der Innenstadt sehr klar“, betont Stadtrat Gerhard Fontagnier. Die Stadt habe auf den Wegfall von Parkplätzen durch Abriss bzw. Schließung einiger Parkhäuser im Innenstadtbereich mit dem kostenlosen Park&Ride-Angebot vor Weihnachten reagiert. Außerdem werden in diesen Tagen wird nach dem Abbau der Entwässerungsleitung wieder Parkplätze frei und im September soll da sneue Parkhaus in R5 eröffnet werden.

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„Wir müssen mehr Kunden überzeugen, dass dies der entspannteste und auch kostengünstigste Weg zu den Läden ist. Hier sind der ÖPNV, die Stadt und auch der Einzelhandel gefragt.“ so Fontagnier. Dass mit dem Vorschlag für einen kurzfristigen Parkplatz in T4/T5 auch die Ablehnung der Veränderung der kostenpflichtigen Parkzeiten verknüpft ist, zeige, so Fontagnier eindeutig, dass die CDU noch immer für eine vom Auto dominierte Innenstadt setzt, und dabei haushaltsrelevante und ökologische Aspekte außen vor blieben.

Für Anwohnerinnen und Anwohner, die in den vergangenen Monaten vor allem in den Abendstunden über Schwierigkeiten beim Finden eines Parkplatzes klagten, müssten Alternativen jenseits eines neuen Parkplatzfläche gefunden werden. Diese habe auch der Ordnungsbürgermeister zugesagt. „Aber“, so stellt Tobias Heck, Bezirksbeiratssprecher der Grünen in Innenstadt und Jungbusch klar, „die Rückmeldungen in der direkten Nachbarschaft lassen zum jetzigen Zeitpunkt eine teure Investition für den kurzen Zeitraum von einem Jahr nicht rechtfertigen. Im Gegenteil, den direkten Anwohnern ist das An- und Abfahren zu einem Parkplatz auf T4/T5 insbesondere nach den bisherigen und kommenden Belastungen durch die Baustelle, nicht auch noch aufzubürden.“ Für eine temporäre Parkfläche rechne die Stadt mit Kosten von 60.000 bis 100.000 Euro.

Als Alternative schlagen die Grünen intensivere Kontrollen durch den Ordnungsdienst in den betroffenen Bereichen vor, um Wildparken von Nicht-Berechtigten vorzubeugen. Auch für eine Lösung, bei der noch freie Flächen in einzelnen Innenstadtparkhäusern zu günstigen Dauertarifen an Anwohner vergeben werden, zeigen sich die Grünen offen. Die Grünen im Gemeinderat haben zudem einen Antrag auf ganzjähriges Park&Ride gestellt. Letztlich, so sind Fontagnier und Heck überzeugt, steige die Attraktivität einer Einkaufsstadt wie Mannheim nicht durch ein mehr an Parkraum und Autos, sondern durch ein weniger an Autos, Staus sowie einer Stressminderung für Anwohner und Kunden.

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